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Wie läuft die Behandlung ab?

Was passiert bei der Behandlung?

Für die Stammzelltransplantation werden Ihnen zunächst gesunde StammzellenStammzellen können verschiedene Zellen und Gewebe bilden. Blutstammzellen bilden zum Beispiel neue Blutzellen. entnommen. Nach einer Chemotherapie, um die Myelomzellen abzutöten, erhalten Sie Ihre gesunden Stammzellen zurück. Das nennt man autologe Stammzelltransplantation. Autolog bedeutet dabei, dass die Stammzellen Ihre eigenen sind und nicht von einer anderen Person stammen. 

Vor der eigentlichen Transplantation finden zunächst mehrere Vorbehandlungen statt. 

Induktionstherapie (4-fach-Therapie)
Ziel der Induktionstherapie ist es, die Menge an MyelomzellenMyelomzellen sind Krebszellen. Sie entstehen, wenn sich Plasmazellen verändern und unkontrolliert vermehren. in Ihrem Knochenmark zunächst mit Medikamenten zu verringern. Dafür erhalten Sie 4 verschiedene Medikamente. Das sind dieselben Medikamente, die Sie auch dann erhalten, wenn Sie sich gegen eine Stammzelltransplantation entscheiden. Bei der 4-fach-Therapie können Sie nachlesen, welche Medikamente das sind und wie sie verabreicht werden.  

Mobilisierung der Stammzellen
Normalerweise sind nur sehr wenige Stammzellen im Blut vorhanden. Deshalb werden Ihre Stammzellen zunächst dazu angeregt, sich zu vermehren und vom Knochenmark ins Blut zu wandern. Man nennt diesen Schritt auch Mobilisierung. In der Regel erhalten Sie dafür den Wachstumsfaktor G-CSF. Das Medikament wird täglich mit einer Spritze unter die Haut gegeben. Nach einigen Tagen sind oft genügend Stammzellen im Blut vorhanden. Manchmal reicht das nicht aus. Dann können weitere Medikamente verwendet werden. 

Entnahme der eigenen Stammzellen
Nach der Mobilisierung werden die Stammzellen aus Ihrem Blut gesammelt und für die spätere Transplantation gelagert. Dafür wird Ihr Blut aus einer Armvene über einen Schlauch in ein Gerät geleitet. Darin werden die Stammzellen abgetrennt. Das Blut fließt direkt über einen zweiten Schlauch in eine Vene an dem anderen Arm in Ihren Körper zurück. 

Manchmal sind die Armvenen dafür nicht geeignet. Dann wird eine große Vene am Hals oder unter dem Schlüsselbein genutzt und ein sogenannter zentraler Venenkatheter gelegt. 

Transplantation
Für die autologe Stammzelltransplantation werden Sie üblicherweise stationär in einer Klinik aufgenommen. 

Vor der Stammzelltransplantation bekommen Sie zunächst eine intensive Chemotherapie. Dabei erhalten Sie den Wirkstoff Melphalan in hoher Dosis. Das nennt man Konditionierung oder auch Hochdosis-Therapie. Durch die Chemotherapie sollen die MyelomzellenMyelomzellen sind Krebszellen. Sie entstehen, wenn sich Plasmazellen verändern und unkontrolliert vermehren., die für Ihre Krankheit verantwortlich sind, zerstört werden. Die Chemotherapie greift aber auch gesunde Zellen an. 

Bei der Transplantation selbst werden Ihre eigenen Stammzellen über eine Infusion in Ihr Blut geleitet. Sie finden dann den Weg in Ihr Knochenmark und besiedeln es neu. Bis die neue Blutbildung wieder funktioniert, kann es einige Wochen dauern. In dieser Zeit kann sich Ihr Körper nicht gut gegen Infektionen schützen. 

Nach der Transplantation
Die Behandlung nach der Transplantation ist individuell unterschiedlich. Manchmal wird die 4-fach-Therapie für weitere 2 Zyklen fortgesetzt. Um möglichst lange zu verhindern, dass die Erkrankung zurückkehrt, schließt sich eine Erhaltungstherapie an. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt wird das mit Ihnen besprechen und Sie erhalten einen individuellen Therapieplan. 

Wie lange dauert die Behandlung?

Wie lange genau die Induktionstherapie dauert, ist individuell unterschiedlich. Sie erstreckt sich meist über mehrere Monate. Zu Beginn wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen alle Einzelheiten besprechen. 

Die Mobilisierung der Stammzellen dauert meist wenige Tage. 

Die Entnahme der Stammzellen dauert mehrere Stunden. Werden dabei nicht genügend Stammzellen gewonnen, kann der Vorgang an den darauffolgenden Tagen – bei Bedarf auch mehrfach – wiederholt werden. 

Die hochdosierte Chemotherapie dauert etwa 1 bis 2 Tage. Danach erhalten Sie Ihre eigenen Stammzellen zurück. Bis sich Ihre Blutbildung wieder erholt hat, kann es einige Wochen dauern. 

Solange die anschließende Erhaltungstherapie wirkt und Sie sie gut vertragen, wird sie dauerhaft fortgeführt. 

Sollte die Behandlung nicht oder nicht mehr ausreichend wirken, gibt es weitere Behandlungsmöglichkeiten. 

Wie oft ist die Behandlung nötig?

Die Stammzelltransplantation wird in der Regel einmal durchgeführt. 

Wenn es keine Komplikationen gab und noch genügend Stammzellen vorhanden sind, kann die Transplantation möglicherweise auch zeitnah wiederholt werden. Das nennt man Tandem-Transplantation. Sie ist aber eher die Ausnahme und wird nur in bestimmten Situationen erwogen, beispielsweise bei einem hohen Risiko für ein schnelles Fortschreiten der Erkrankung (Multiples Myelom mit hohem Risiko). 

Kann ich die Behandlung abbrechen oder wechseln?

Solange Sie die hochdosierte Chemotherapie (Konditionierung) noch nicht erhalten haben, können Sie zu einer alleinigen 4-fach-Therapie wechseln. Nach der Konditionierung hat Ihr Körper nicht mehr genügend Stammzellen. Ohne die Transplantation kann er sich davon kaum erholen. Ab dem Zeitpunkt benötigen Sie die Transplantation, damit die neuen Stammzellen die Blutbildung in Ihrem Körper übernehmen können.



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.