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Was bringt mir die Behandlung?

Kann die Behandlung mein Leben verlängern?

Durch die modernen Behandlungsmöglichkeiten können Menschen mit einem Multiplen Myelom heute viele Jahre bei guter Lebensqualität leben. Ohne Behandlung liegt die Lebenserwartung hingegen im Bereich von Monaten bis wenigen Jahren.

Ohne eine Stammzelltransplantation leben nach rund 5 Jahren mit einer 4-fach-Therapie noch etwa 80 von 100 Menschen. Ob die Lebenserwartung im Vergleich dazu mit einer zusätzlichen Stammzelltransplantation höher ist, lässt sich bislang nicht sicher sagen.

Die Zahlen beruhen auf einer Studie, die während der Corona-Pandemie durchgeführt wurde. Dabei lebten nach rund 5 Jahren noch etwa 66 von 100 Menschen mit einer 4-fach-Therapie. Durch die Impfung sterben heutzutage aber deutlich weniger Menschen an Corona. Um das zu berücksichtigen, wurden die Zahlen der Studie entsprechend bereinigt. Demnach leben nach rund 5 Jahren noch etwa 80 von 100 Menschen.

Kann die Behandlung verhindern, dass die Krankheit fortschreitet?

Durch die Transplantation sollen die Myelomzellen in Ihrem Knochenmark durch gesunde Plasmazellen ersetzt werden. Das soll die Erkrankung zurückdrängen. Dennoch kann das Multiple Myelom im weiteren Verlauf fortschreiten. Das soll möglichst lange verzögert werden. Sicher verhindern kann die Stammzelltransplantation das jedoch nicht. 

Es gibt Hinweise, dass eine Stammzelltransplantation das Multiple Myelom möglicherweise zunächst besser zurückdrängt als eine alleinige 4-fach-Therapie. 

Wie sich das langfristig auf den Fortschritt der Erkrankung  bei Ihnen auswirkt, lässt sich nicht vorhersagen. Schätzungsweise leben ohne ein Fortschreiten ihrer Erkrankung: 

  • nach 4 Jahren noch etwa 76 bis 86 von 100 Menschen, 

  • nach knapp 7 Jahren noch etwa 53 von 100 Menschen. 

Ob es dabei einen Unterschied zu einer alleinigen 4-fach-Therapie gibt, lässt sich bislang nicht sicher sagen. 

Wie wirkt sich die Behandlung auf meine Beschwerden aus?

Ob und welche Beschwerden abnehmen, ist individuell unterschiedlich.

Durch die intensiven Behandlungen während einer Stammzelltransplantation, wie etwa die hochdosierte Chemotherapie, können einige Beschwerden zunächst stärker werden. Während Sie sich von dem Eingriff erholen, wird es Ihnen aber zunehmend wieder besser gehen. Ob Sie auf längere Sicht nach einer Transplantation weniger Beschwerden haben als bei einer alleinigen 4-fach-Therapie, lässt sich bislang nicht mit Sicherheit sagen.

Manche Beschwerden können sowohl eine Folge der Erkrankung als auch eine Nebenwirkung der Behandlung sein. FatigueFatigue ist ein Zustand starker und anhaltender Schwäche und schneller Erschöpfbarkeit. Die Fähigkeit körperlich und geistig zu arbeiten ist eingeschränkt. Die Erschöpfung bessert sich kaum durch Erholung und Ruhe. und die Anfälligkeit für Infektionen zählen etwa dazu. So kann es auch sein, dass die Behandlung zwar die Erkrankung zurückdrängt, aber manche Beschwerden dennoch nicht abnehmen. Bei den regelmäßigen Kontrollen wird geprüft, wie gut die Behandlung wirkt.  

Wie wirkt sich die Behandlung auf meine Lebensqualität aus?

Eine Stammzelltransplantation ist ein sehr intensiver Eingriff, der die Lebensqualität zunächst verschlechtert. Wenn es keine Komplikationen gibt, verbessert sich die Lebensqualität danach aber bald wieder. Ob es dann einen Unterschied zu einer alleinigen 4-fach-Therapie gibt, ist jedoch unklar. 

Schreitet die Erkrankung im weiteren Verlauf fort, kann sich Ihre Lebensqualität verschlechtern. Ob das bei einer Stammzelltransplantation später passiert als bei einer alleinigen 4-fach-Therapie, lässt sich nicht sicher sagen.



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Info und Disclaimer

Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.