Was bedeutet meine Erkrankung?
Diese Entscheidungshilfe ist für Sie gedacht, wenn Sie ein sogenanntes Myelodysplastisches Syndrom (MDS) mit hohem Risiko haben. Unter dem Begriff „hohes Risiko“ werden das „hohe“ bis „sehr hohe“ Risiko zusammengefasst, an den Folgen der Krankheit zu sterben.
Der Begriff Myelodysplastisches Syndrom bezeichnet eine Gruppe von Bluterkrankungen, bei denen zu wenig funktionstüchtige Blutzellen gebildet werden. Insbesondere bei Personen über 60 Jahren zählen Myelodysplastische Syndrome zu den häufigsten bösartigen Bluterkrankungen. Ein MDS ist keine erbliche Krankheit und es ist auch nicht ansteckend. Bei etwa jedem zehnten an einem MDS erkrankten Menschen geht die Erkrankung auf eine vorhergehende Chemo- oder Strahlentherapie zurück. In solchen Fällen spricht man von einem sekundären MDS. In den meisten Fällen bleibt es jedoch völlig unklar, was der Auslöser für das MDS gewesen sein könnte.
Bei einem MDS sind die blutbildenden Zellen im Inneren Ihrer Knochen, im sogenannten Knochenmark, krankhaft verändert. Die Blutzellen, die daraus entstehen, sind nicht normal funktionsfähig. Viele Blutzellen bleiben unreif (sogenannte BlastenEin Blast ist eine junge, noch nicht endgültig differenzierte Zelle. Im gesunden Zustand bildet sich ein Blast zu einem bestimmten Zelltyp aus.) oder weisen krankhafte Veränderungen in ihrer Form oder Größe auf (sogenannte Dysplasien). Manche Blutzellen werden auch in zu geringer Anzahl an das Blut abgegeben oder haben eine verkürzte Lebensdauer.
Je nachdem, ob eine oder mehrere der verschiedenen Blutzellarten betroffen sind, kann ein MDS sehr unterschiedlich verlaufen und verschiedene Symptome hervorrufen. Diese Krankheitssymptome sind abhängig davon, an welchen Blutzellen es mangelt und wie ausgeprägt dieser Mangel ist. Zu den typischen Symptomen zählen:
BlutarmutBei einer Anämie oder Blutarmut mangelt es dem Blut an roten Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen. Deshalb wird bei einer Anämie der Körper weniger gut mit Sauerstoff versorgt. (AnämieBei einer Anämie oder Blutarmut mangelt es dem Blut an roten Blutkörperchen. Die roten Blutkörperchen transportieren Sauerstoff von der Lunge zu den Körperzellen. Deshalb wird bei einer Anämie der Körper weniger gut mit Sauerstoff versorgt.) bei weniger roten BlutkörperchenRote Blutkörperchen oder Erythrozyten sind Blutzellen, die Sauerstoff durch den Körper transportieren. (ErythrozytenRote Blutkörperchen oder Erythrozyten sind Blutzellen, die Sauerstoff durch den Körper transportieren.)
erhöhte Infektanfälligkeit bei weniger weißen Blutkörperchen (LeukozytenWeiße Blutkörperchen oder Leukozyten sind Blutzellen, die Krankheitserreger erkennen und unschädlich machen.)
erhöhte Blutungsneigung bei weniger BlutplättchenBlutplättchen, auch Thrombozyten genannt, sind Bestandteile unseres Blutes. Die wichtigste Aufgabe von Blutplättchen ist die Blutgerinnung. (ThrombozytenBlutplättchen, auch Thrombozyten genannt, sind Bestandteile unseres Blutes. Die wichtigste Aufgabe von Blutplättchen ist die Blutgerinnung.)
Die Symptome des MDS entwickeln sich in der Regel eher langsam und sind erst verhältnismäßig spät wahrzunehmen.
Die Patientin erhielt einen Zufallsbefund
Die Ärztin beschreibt das Krankheitsbild des MDS
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.