Die Möglichkeiten
Aus medizinischer Sicht kommen für Sie grundsätzlich 2 Therapiemöglichkeiten infrage:
Eine Behandlung mit Stammzelltransplantation mit dem Ziel der Heilung.
Eine Behandlung ohne Stammzelltransplantation mit dem Ziel der Lebensverlängerung. Dafür werden spezielle Medikamente eingesetzt.
Unabhängig davon, wofür Sie sich entscheiden, bekommen Sie unterstützende Maßnahmen (Supportivtherapie). Sie sollen Ihnen helfen, besser mit den Folgen der Krankheit klarzukommen.
Ihre persönlichen Umstände wie Alter, allgemeiner Gesundheitszustand und Verlauf der Krankheit lassen vielleicht eine der beiden Möglichkeiten ratsamer erscheinen. Das wird Ihre Ärztin oder Ihr Arzt mit Ihnen besprechen.
Mit Stammzelltransplantation
Das Ziel der Behandlung ist die Heilung. Sie brauchen StammzellenStammzellen können verschiedene Zellen und Gewebe bilden. Blutstammzellen bilden zum Beispiel neue Blutzellen. einer geeigneten Spenderin oder eines Spenders. Ist ein Spender gefunden, bekommen Sie eine intensive Vorbereitung zur Therapie des Myelodysplastischen Syndroms und zur Unterdrückung Ihres Immunsystems. Bei der anschließenden Transplantation werden die StammzellenStammzellen können verschiedene Zellen und Gewebe bilden. Blutstammzellen bilden zum Beispiel neue Blutzellen. des Spenders in Ihr Blut geleitet. Die Spender-StammzellenStammzellen können verschiedene Zellen und Gewebe bilden. Blutstammzellen bilden zum Beispiel neue Blutzellen. finden den Weg in Ihr Knochenmark und besiedeln es im Lauf der nächsten 2 bis 3 Wochen neu.
Ohne Stammzelltransplantation
Das Ziel der Behandlung ist, dass Sie länger leben. Sie werden mit speziellen Medikamenten behandelt, die Ihre Krankheit bekämpfen. Derzeit ist nur Azacitidin für die Behandlung des Myelodysplastischen Syndroms mit hohem Risiko zugelassen. Azacitidin wird in die Haut gespritzt (injiziert), und zwar nach einem definierten Schema über mehrere Tage und dann weiter in regelmäßigen Abständen. Das Medikament soll verhindern, dass sich Ihre defekten Knochenmarkzellen teilen.
Info und Disclaimer
Die Entscheidungshilfe soll das persönliche Gespräch mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt nicht ersetzen. Sie unterstützt Sie aber bei der Vorbereitung auf das ärztliche Gespräch. Trotz größter Sorgfalt bei der Erstellung können wir jedoch nicht ausschließen, dass sie Fehler enthält. Weitere Informationen finden Sie hier.