Wie sieht meine Gesundheitssituation aus?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, ein Multiples Myelom zu behandeln. Ist eine Behandlung wirksam, drängt sie das Multiple Myelom zurück. Das nennt man Remission. Auch dann können allerdings noch restliche MyelomzellenMyelomzellen sind Krebszellen. Sie entstehen, wenn sich Plasmazellen verändern und unkontrolliert vermehren. vorhanden sein. Werden sie wieder aktiv und vermehren sich, kehrt die Krankheit zurück. Auch mehrfache Rückfälle sind möglich. Wie lange es dauert, bis das Multiple Myelom nach einer Behandlung wieder aktiv wird und wie oft das passiert, ist individuell unterschiedlich.
Heutzutage gibt es eine Vielzahl an Therapien und Medikamenten mit unterschiedlichen Wirkweisen. Wenn eine Behandlung bei Ihnen nicht oder nicht mehr wirkt, kann eine Therapie mit einer anderen Wirkweise möglicherweise erfolgreich sein.
Wie wird ein Rückfall erkannt?
Vielleicht wird ein Rückfall bei Ihnen festgestellt, weil sich die Krankheit erneut mit Symptomen bemerkbar macht, wie etwa Schmerzen in den Knochen oder starke Erschöpfung. Es kann aber auch sein, dass ein Rückfall anhand Ihrer Blutwerte erkannt wird und Sie noch keine Auswirkungen merken.
Das Multiple Myelom kann verschiedene gesundheitliche Folgen haben. Welche Beschwerden auftreten, ist dabei nicht bei jedem Menschen gleich. Mögliche Folgen sind:
Auswirkungen auf die Knochen
Zu den typischen Beschwerden zählen Schmerzen in den Knochen. Auch können Knochen weniger stabil werden und dadurch leichter brechen.
Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit
Ein Multiples Myelom kann zu einer starken Erschöpfung (FatigueFatigue ist ein Zustand starker und anhaltender Schwäche und schneller Erschöpfbarkeit. Die Fähigkeit körperlich und geistig zu arbeiten ist eingeschränkt. Die Erschöpfung bessert sich kaum durch Erholung und Ruhe.) führen.
Mit der Vermehrung der MyelomzellenMyelomzellen sind Krebszellen. Sie entstehen, wenn sich Plasmazellen verändern und unkontrolliert vermehren. wird die Bildung der Blutzellen verdrängt. Ist die Menge an roten BlutkörperchenRote Blutkörperchen oder Erythrozyten sind Blutzellen, die Sauerstoff durch den Körper transportieren. zu niedrig, kann das Blut nicht mehr genug Sauerstoff transportieren. Man nennt das eine Anämie. Dadurch fühlen Sie sich abgeschlagen.
Anfälligkeit für Infektionen
Bei einem Multiplen Myelom kann die Anzahl an weißen BlutkörperchenWeiße Blutkörperchen oder Leukozyten sind Blutzellen, die Krankheitserreger erkennen und unschädlich machen. zu niedrig sein. Zusätzlich können zu wenig funktionsfähige AntikörperAntikörper sind Eiweiße, die im Blut zirkulieren. Sie werden von Immunzellen gebildet, um Krankheitserreger und Fremdstoffe abzuwehren. Antikörper können weitere Abwehrzellen anlocken und Erreger unschädlich machen. im Blut vorhanden sein. Das schwächt Ihre Immunabwehr und Sie werden anfälliger für Infektionen. Mitunter können Infektionen einen schweren Verlauf nehmen, wenn sie nicht rechtzeitig behandelt und eingedämmt werden.
Auswirkungen auf die Nieren
Die MyelomzellenMyelomzellen sind Krebszellen. Sie entstehen, wenn sich Plasmazellen verändern und unkontrolliert vermehren. bilden defekte AntikörperAntikörper sind Eiweiße, die im Blut zirkulieren. Sie werden von Immunzellen gebildet, um Krankheitserreger und Fremdstoffe abzuwehren. Antikörper können weitere Abwehrzellen anlocken und Erreger unschädlich machen., auch Paraprotein oder M-Protein genannt. Hinzu kommt, dass bei dem verstärkten Abbau der Knochensubstanz große Mengen an Kalzium freigesetzt werden können. Beides kann dazu führen, dass die Funktion Ihrer Nieren eingeschränkt wird, bis hin zu einem Nierenversagen.
Was ist, wenn ich keine weitere Behandlung möchte?
Auch wenn aus medizinischer Sicht empfohlen sein sollte, das Multiple Myelom zu behandeln, können persönliche Gründe dagegensprechen. Reden Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt offen über Ihre Gedanken und Wünsche, bevor Sie eine Entscheidung treffen. Dann können Sie besprechen, was es für den Verlauf Ihrer Erkrankung bedeutet, wenn Sie sich gegen eine weitere Behandlung des Multiplen Myeloms entscheiden. Auch dann können Sie weiterhin unterstützende Maßnahmen bekommen, um Ihre Beschwerden abzumildern.
Was ist sonst noch hilfreich zu wissen?
Vielleicht tut es Ihnen gut, sich mit anderen Menschen auszutauschen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Informationen zur Selbsthilfe bietet zum Beispiel die überregionale Patientenorganisation Myelom.Online e. V. Dort erfahren Sie auch, welche regionalen Gruppen es gibt, wie etwa die Myelom Selbsthilfegruppe Südwest oder die Plasmozytom / Multiples Myelom Selbsthilfegruppe NRW e.V.
Das Leben mit einem Multiplen Myelom kann körperlich und emotional sehr belastend sein. Von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt erfahren Sie, welche Unterstützungsangebote es für Sie und Ihre Angehörigen gibt.
Ihre regionale Krebsberatungsstelle informiert Sie zu weiteren Unterstützungsmöglichkeiten und hilft bei sozialrechtlichen Fragen.
Info und Disclaimer
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