Wie läuft die Behandlung für mich ab?

Was passiert bei der Behandlung?

Durch eine Operation entsteht eine kleine Magentasche (auch Vormagen oder Pouch genannt), die vom restlichen Magen getrennt ist. Zusätzlich wird beim klassischen Magenbypass Ihr Dünndarm durchtrennt und so mit der kleinen Magentasche verbunden, dass auch ein Teil des Dünndarms umgangen wird.

Magentascherestlicher MagenTeil des Dünndarmsabgetrennter Teil des DünndarmsSpeisebrei

Der Mini-Magenbypass ist eine spezielle Form des Bypasses. Dabei wird nur eine neue Verbindung zwischen Magen und Darm geschaffen, ohne den Dünndarm zu durchtrennen. Dafür wird der Dünndarm in eine Schlaufe gelegt und neu mit dem kleinen Teil des Magens verbunden.

Magentascherestlicher MagenDünndarmSpeisebrei

Bei beiden Magenbypass-Arten wird der restliche Teil des Magens nicht entfernt und produziert weiterhin Verdauungssäfte. Durch den umgeleiteten Dünndarm können sich die Verdauungssäfte und die Nahrung erst in der Mitte des Dünndarms vermischen. Der Darm nimmt dadurch weniger Nährstoffe auf als vorher. Zusätzlich kommt es zur verstärkten Freisetzung bestimmter Hormone, wodurch Sie schneller satt werden und sich auch eine Zuckerkrankheit bessern kann.

Nach der Operation sollten Sie zuerst nur Flüssigkeiten und flüssige Nahrung zu sich nehmen, damit Magen und Darm heilen können. Nach 2 bis 3 Wochen können Sie mit pürierten Speisen beginnen. Am besten nehmen Sie etwa 8 kleine Mahlzeiten pro Tag zu sich und versuchen 2 bis 3 Liter zu trinken.

Um einen Nährstoffmangel vorzubeugen, ist es häufig nötig, lebenslang Nahrungsergänzungsmittel einzunehmen und regelmäßig die Blutwerte überprüfen zu lassen.

Wo und wann findet die Behandlung statt?

In der Regel kommt eine Operation erst infrage, wenn Sie zuvor 6 Monate lang eine konservative Behandlung durchgeführt haben und diese nicht zum gewünschten Erfolg geführt hat. Durch Voruntersuchungen klärt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt ab, ob Sie noch weitere Erkrankungen haben und ob das Übergewicht durch eine hormonelle Ursache bedingt ist und sich beispielsweise kein Sättigungsgefühl einstellt. Für die Voruntersuchungen sollten Sie einen gewissen Zeitaufwand einplanen. Wenn Sie alle Voraussetzungen für eine Operation erfüllen, findet die Magenoperation im Krankenhaus statt.

Wie lange dauert die Behandlung?

Eine Magenbypass-Operation dauert etwa 1,5 bis 2 Stunden. Bei einem Mini-Magenbypass ist die Operation etwa 1 bis 1,5 Stunden lang. Danach bleiben Sie noch für etwa 3 bis 5 Tage im Krankenhaus.

Sie können die Wirkung der Operation durch eine gesunde und aktive Lebensweise unterstützen. Dies ist wichtig für eine langfristig erfolgreiche Gewichtsabnahme. Die Magenoperation erleichtert es jedoch, dass Essverhalten zu verändern, da ein Mini-/Magenbypass Ihr Sättigungsgefühl verändert und die Energieaufnahme aus der Nahrung senkt.

Benötige ich eine Operation?

In der Regel handelt es sich dabei um eine minimalinvasive Operation („Schlüssellocheingriff“) mit einer Vollnarkose.

  • Der Arzt beschreibt den Mini-Bypass
  • Der Arzt schildert nötige Voruntersuchungen und Behandlungen
  • Der Arzt beschreibt den klassischen Magenbypass
Der Arzt beschreibt den Mini-Bypass
Der Arzt schildert nötige Voruntersuchungen und Behandlungen
Der Arzt beschreibt den klassischen Magenbypass