Was bringt mir die Behandlung?

Was ist das Ziel der Behandlung?

Ziel der Behandlung ist, die Krankheitsaktivität vorübergehend zu stoppen oder zumindest das Fortschreiten zu verlangsamen.

Konkret bedeutet das, dass:

  • sich die Anzahl der wiederkehrenden Schübe verringert,
  • sich Entzündungsherde deutlich langsamer vermehren (Anzahl und Größe),
  • Beeinträchtigungen hinausgezögert werden.

Wie wirkt sich die Behandlung auf meine Schubrate aus?

Alle 4 Medikamente haben nur einen mäßigen Effekt auf die Anzahl der Schübe.

Zur groben Orientierung kann diese Faustregel gelten: Mit einem Scheinmedikament (Placebo) bekommen innerhalb von zwei Jahren 60 von 100 MS-Erkrankten einen Schub. Mit einem MS-Medikament sind es 50. Das heißt also: 10 von 100 MS-Erkrankten profitieren von ihrem Medikament, 50 bekommen trotz Medikament einen Schub, 40 würden auch ohne Medikament schubfrei bleiben.

Je nach Studie und Medikament weichen diese Zahlen voneinander ab. Das liegt vor allem daran, dass die Medikamente nicht in einer einzigen großen Studie miteinander verglichen wurden. Sie wurden vielmehr in einzelnen Studien untersucht. Diese Studien waren vom Aufbau unterschiedlich. Zum Beispiel wurden jeweils andere Teilnehmende eingeschlossen. So kamen Ergebnisse zustande, die sich nur schlecht miteinander vergleichen lassen.

Die Zahlen für die einzelnen Medikamente finden Sie in der Zusammenfassung.

Wie wirkt sich die Behandlung auf mögliche Beeinträchtigungen aus?

Alle 4 Medikamente können das Fortschreiten der Erkrankung nur mäßig aufhalten, sie können also nur mäßig gut verhindern, dass die Beeinträchtigungen durch die Krankheit weiter zunehmen.

Zur groben Orientierung kann diese Faustregel gelten: Mit einem Scheinmedikament (Placebo) nehmen die Beeinträchtigungen innerhalb von 2 Jahren bei 20 von 100 MS-Erkrankten weiter zu. Mit einem MS-Medikament nehmen die Beeinträchtigungen dagegen bei 15 zu. Das heißt also: 5 von 100 MS-Erkrankten profitieren von ihrem Medikament, bei 15 nehmen die Beeinträchtigungen trotz Medikament zu, bei 80 würden sie auch ohne Medikament nicht zunehmen.

Wie bei der Schubrate gilt auch bei den Beeinträchtigungen: die Ergebnisse lassen sich nur schlecht miteinander vergleichen.

Die Zahlen für die einzelnen Medikamente finden Sie in der Zusammenfassung.

  • Die Ärztin beschreibt den Einfluss von Dimethylfumarat auf das Immunsystem
  • Die Ärztin nennt gewünschte Wirkungen von Glatirameracetat
  • Die Ärztin sagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit Interferone gegen Schübe helfen können
  • Die Ärztin beschreibt die Wirkweise von Teriflunomid
  • Der Arzt nennt den Effekt von Teriflunomid auf weiße Blutkörperchen
Die Ärztin beschreibt den Einfluss von Dimethylfumarat auf das Immunsystem
Die Ärztin nennt gewünschte Wirkungen von Glatirameracetat
Die Ärztin sagt, mit welcher Wahrscheinlichkeit Interferone gegen Schübe helfen können
Die Ärztin beschreibt die Wirkweise von Teriflunomid
Der Arzt nennt den Effekt von Teriflunomid auf weiße Blutkörperchen