Mit welchen Nebenwirkungen muss ich rechnen?

Hier möchten wir Ihnen einen Überblick über Nebenwirkungen und Komplikationen geben. Weil wir uns auf einige wichtige Angaben beschränken, können in Ihrem Aufklärungsbogen weitere Nebenwirkungen und Komplikationen genannt sein. Bitte beachten Sie auch, dass Sie hier nur Angaben finden, die auf die Behandlung zurückgehen. Symptome der Krankheit selbst, sind hier nicht berücksichtigt.

Die Nebenwirkungen lassen sich in sehr häufige, häufige und seltene Nebenwirkungen einteilen:

  • sehr häufige Nebenwirkungen: 1 von 10 Betroffene
  • häufige Nebenwirkungen: 1 von 100 Betroffene
  • seltene Nebenwirkungen: 1 von 1000 Betroffene

Für alle 4 Medikamente gilt: Die Medikamente führen dazu, dass MS-Erkrankte häufiger die Therapie abbrechen als mit einem Scheinmedikament. Zur groben Orientierung kann diese Faustregel gelten: Mit einem Scheinmedikament (Placebo) brechen innerhalb von zwei Jahren 5 von 100 MS-Erkrankten eine Therapie ab, mit einem Medikament 10. Das heißt, 5 von 100 MS-Erkrankten brechen die Therapie wegen ihres Medikaments ab, 90 brechen die Therapie trotz ihres Medikaments nicht ab, und 5 würden auch eine Scheintherapie abbrechen.

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Dimethylfumarat

Zu den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen zählen:

  • Gesichtsrötung (Flush)
  • Magen-Darm-Beschwerden
  • Kopfschmerzen
  • Verminderung von weißen Blutkörperchen
  • Juckreiz oder Hautausschlag

Weitere schwerwiegende Nebenwirkungen, die aber nur sehr selten auftreten sind:

Glatirameracetat

Zu den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen zählen:

  • Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle
  • Abnahme von Fettgewebe und Dellenbildung (Lipatrophie) an der Einstichstelle
  • grippeartige Symptome wie Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit
  • psychische Nebenwirkungen, wie Depressionen und Angstzustände
  • Kopfschmerz
  • Hautausschlag
  • Rückenschmerzen

Es sind keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt.

Interferone

Zu den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen zählen:

  • Rötungen und Schwellungen an der Einstichstelle
  • Abnahme von Fettgewebe und Dellenbildung (Lipatrophie) an der Einstichstelle
  • grippeartige Symptome wie Fieber, Gelenkschmerzen und Müdigkeit
  • Depressionen

Weitere schwerwiegende Nebenwirkungen, die aber nur sehr selten auftreten sind:

  • Nierenprobleme durch Bildung von Blutgerinnseln in kleinen Gefäßen
  • Herzerkrankungen
  • Schilddrüsenerkrankungen
  • epileptische Anfälle
  • Autoimmunkrankheiten

Teriflunomid

Zu den sehr häufigen und häufigen Nebenwirkungen zählen:

  • Leberwerterhöhungen
  • Übelkeit, Durchfall und Erbrechen
  • vorübergehender Haarausfall (wächst nach etwa 6 Monaten nach)
  • Verminderung von weißen Blutkörperchen

Es sind keine schwerwiegenden Nebenwirkungen bekannt.

  • Die Ärztin nennt akute und chronische Nebenwirkungen von Dimethylfumarat
  • Die Ärztin beschreibt eine plötzliche Entzündungsreaktion bei Glatirameracetat
  • Der Arzt beschreibt Reaktionen an der Einstichstelle bei Glatirameracetat
  • Der Arzt nennt Nebenwirkungen von Interferon
  • Die Ärztin weist auf Nebenwirkungen bei Teriflunomid hin
Die Ärztin nennt akute und chronische Nebenwirkungen von Dimethylfumarat
Die Ärztin beschreibt eine plötzliche Entzündungsreaktion bei Glatirameracetat
Der Arzt beschreibt Reaktionen an der Einstichstelle bei Glatirameracetat
Der Arzt nennt Nebenwirkungen von Interferon
Die Ärztin weist auf Nebenwirkungen bei Teriflunomid hin