Was bedeutet meine Erkrankung?

Die Hauptschlagader (Aorta) transportiert sauerstoffreiches Blut aus dem Herzen in den Körper. Der untere Teil der Hauptschlagader liegt im Bauchraum und wird daher Bauchschlagader oder Bauchaorta genannt. Der gesunde Gefäßdurchmesser liegt bei etwa 17 bis 25 Millimetern. Bei einem Bauchaortenaneurysma gibt die Wand der Bauchschlagader an einer oder mehreren Stellen nach und weitet sich (Wandschwäche). Wenn die Aorta durch die Aufweitung einen Durchmesser von mehr als 35 Millimetern hat, spricht man von einem Aneurysma.

Diese Information unterstützt Sie, wenn bei Ihnen ein therapiebedürftiges Bauchaortenaneurysma (abdominelles Aortenaneurysma) festgestellt wurde. Therapiebedürftig ist ein Aneurysma …

  • bei Frauen, wenn der Durchmesser größer als 50 Millimeter ist.
  • bei Männern, wenn der Durchmesser größer als 55 Millimeter ist.

Männer haben häufiger ein therapiebedürftiges Bauchaorternaneurysma als Frauen. Jedoch kommt es bei Frauen häufiger zu einem Riss des Aneurysmas, auch bei einem kleineren Durchmesser. Bei manchen Patientinnen und Patienten können auch bereits kleinere, aber deutlich unregelmäßig geformte Aneurysmen therapiebedürftig sein.

BauchschlagaderAneurysmaBeckenarterienHohlveneNierenarterien

Die Aufweitung der Aorta kann unterschiedliche Gründe haben: eine natürliche Alterserscheinung, Rauchen, Plaques (Arteriosklerose), Bluthochdruck, eine genetische Veranlagung, Entzündungen oder Entzündungserkrankungen. In der Regel verursacht ein Bauchaortenaneurysma keine Beschwerden. Sie merken also nichts davon. Das Aneurysma kann sich allerdings mit der Zeit vergrößern und damit steigt das Risiko, dass das Aneurysma reißt. In diesem Fall kommt es zu einem raschen Blutverlust und es besteht akute Lebensgefahr.

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In vielen Fällen verursacht ein Bauchaortenaneurysma zuerst keinerlei Beschwerden. Erst wenn es eine gewisse Größe erreicht hat, kann es Druck auf die umliegenden Organe oder Strukturen im Bauchraum ausüben. Dadurch können unter anderem Beschwerden wie Rücken- oder Flankenschmerzen auftreten. Auch schwer lokalisierbare Bauchschmerzen oder übermäßiger Harndrang durch Druck auf die Blase sind möglich.

  • Der Patient erhielt die Diagnose nach seiner Vorerkrankung
  • Der Arzt beschreibt das medizinische Problem
  • Der Arzt nennt typische Risikofaktoren
Der Patient erhielt die Diagnose nach seiner Vorerkrankung
Der Arzt beschreibt das medizinische Problem
Der Arzt nennt typische Risikofaktoren